André Chiang: Vom Tellerwäscher zum Starkoch

André Chiang in der Küche seines Restaurants

André Chiang in der Küche seines Restaurants

Vom Tellerwäsche zum Milliardär. Eine altbekannte Floskel, die vor allen Dingen in den USA geprägt wurde. Diejenigen, die aber tatsächlich solch eine (ähnliche) Erfolgsgeschichte aufweisen, können damit international unterhalten. Die des André Chiang beginnt passenderweise in Taiwan. Der 14-Jährige war sich ganz sicher, was er mal werden wollte: Koch. Und er wusste sogar wo: im Restaurant seiner Mutter. Der Einstieg unserer Story lässt schon vermuten, dass es alles nicht so banal endete.

Das zeigte bereits seine nächste Station. Mit dem festen Entschluss, wieder zu Mama zurückzukehren, führte es Chiang zunächst nach Paris. Seine ersten Tätigkeiten? Teller waschen. Eifrig und wissbegierig blieb er dennoch und arbeitete sich im Laufe seines Aufenthalts durch diverseste Sterne-Restaurants. Das Tellerwäscher-Dasein hielt nicht lange an, er lernte das Koch-Handwerk in den kommenden 15 Jahren von Koryphäen wie Pierre Gagnaire oder Pascal Barbot. Er hielt Wort und kam anschließend nach Asien zurück – allerdings eröffnete er sein eigenes Restaurant in Singapur.

 

Das “André” schlug ein wie eine Bombe. “Der Küchenchef André Chiang hat auch die kritischsten Feinschmecker der Stadt mit französisch inspirierten Gerichten beeindruckt”, schrieb die “New York Times” und bezeichnete das “André” als eines von zehn Restaurants, das eine Flugreise rechtfertigen würde. 2016 rangierte es auf der renommierten Liste der “The World’s 50 Best Restaurants” auf Platz 32.

Chiang ist in seinem Restaurant der “Chef Artist“. Was bereits andeutet, welche Philosophie er vertritt. Seine Gerichte sind kreativ, von der Kunst inspiriert. Chiang hat genau genommen auch keine Philosophie, er kocht nach der “Octaphilosophy”: “einzigartig”, “Textur”, “Gedächtnis”, “pur”, “Anbaugebiet”, “Salz”, “Süden” und “Handwerker” – jedes Menü Chiangs beinhaltet mindestens einen Gang, der sich auf eines dieser Konzepte fokussiert.

Eine feste Menükarte sucht man vergebens. Jeden Tag wechselt das Menü, Chiang und sein Team entwickeln es erst am Morgen, wenn die Zutaten geliefert werden. “Wissen Sie, ich will nicht nur die frischsten Lebensmittel, sondern auch die frischsten Ideen liefern“, erklärte er einst dem Blog “High Foodality“. Und so überrascht er seine Gäste regelmäßig mit seinen Kompositionen. Zum Milliardär hat er es zwar nicht geschafft. Dafür aber zum Starkoch. Nicht schlecht für einen ehemaligen Tellerwäscher.

Restaurant-Andre

André Chiang setzt in seinem Sterne-Restaurant auf höchste Qualität – nicht nur beim Essen. Die Arbeitsplatten in der Küche sind vom Unternehmen “Cosentino”. “Im Restaurant “André” sind wir stolz auf das Essen und daher ist es wichtig, dass unsere Einrichtungen und die Umwelt einen sowohl effektiven als auch effizienten Raum kreiert”, erklärt der Chefkoch: “Bei unseren “Dekton”-Platten liebe ich vor allem Eigenschaften wie Beständigkeit gegen Flecken, Hitze und Kratzer, die wichtige Aspekte in einer kommerziellen Küche sind. Ein weiteres Plus ist die große Vielzahl von Designs und Farben.”

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